Keramik

Ton ist einen Verwitterungs Produkt von Gesteinen. Eine formbare Masse, die sich durch hohe Temperaturen wiederum in einen steinartigen festen Zustand verwandelt. Je nach Zusammensetzung und Abbaugebiet gibt es ganz unterschiedliche Tonsorten. Jeder Ton hat somit seinen ganz eigenen Charakter; eigen in Farbe und Beschaffenheit, mal mit feiner oder, durch Zugabe von Schamotte, mit grober Struktur. Die Spannung liegt in der jeweilige Kombination von Material, Objekt, dessen Nutzung, Formgebung und Oberflächenstruktur.

Es ist auch faszinierend zu welch maschineartiger Präzision der Mensch im Stande ist mit der Hand zu arbeiten, aber den Unterschied zur industriellen Fertigung macht dennoch der Handwerker selber. Mit der Hand kann man jederzeit in den Produktionsprozess eingreifen und ihn mehr oder weniger stark verändern. Unvollkommenheit und Perfektion, sowie die kleinen Details, die dabei entstehen, verleihen den Objekten einen einzigartigen Charakter. Möchte man exakt die gleichen Objekte in der gleichen Wandstärke reproduzieren, so kann man auch die kostengünstigere industrielle Herstellung wählen. Industrielle Fertigung oder Handwerk allein stellen keine Qualität dar, die sinnvolle Anwendung der ein oder anderen Technik ist entscheidend.

Keramikserie – Small Bricks

Die Oberflächenstruktur ist von geschichteten Steinmauern inspiriert. Die vertikalen Risse erscheinen zufällig und können nur bedingt kontrolliert werden – der bewusst herbeigeführte Zufall gestaltet mit. In Kombination mit dem fast schwarz ausbrennenden Steinzeugton bekommen die Vasen und Pflanzobjekte einen besonders steinernen Charakter.

- Steinzeug
- von Hand gedreht

Produkte der Serie hier im Onlineshop erhältlich

Inspiriert von geschichteten Steinwänden

Geschirr-Edition für das Restaurant ‚Im Künstlerhaus‘

Bei bestimmten Trocknungs- und Brennvorgängen kann sich Porzellan stark verziehen. Was normalerweise als Fehler angesehen wird, ist hier Teil der Gestaltung. Die Art und Weise, wie es sich verformt, ist nur bedingt steuerbar – der bewusst herbeigeführte Zufall gestaltet hier mit. Jedes Stück ist im Grunde genommen gleich und doch ein wenig anders. Die Objekte sind nur auf der Innenseite glasiert, so dass man das rohe Porzellan außen spürt, das sich durch die spezielle Verarbeitung besonders weich anfühlt. Das Geschirr ist in Zusammenarbeit mit den Köchen des Restaurants ‚Im Künstlerhaus‘ entworfen worden und nimmt in der Gestaltung auch Bezug auf minimalistischen Möbel von Jones Neville. Fotos Manuel Wagner.

- Porzellan
- von Hand geformt und gedreht

Keramikserie - Colored Grains

Porzellan wird eingefärbt gebrannt und zu Granulat verarbeitet, um anschließend wieder in Porzellan geknetet zu werden. Die daraus entstehenden Objekte haben eine leicht grobe Oberfläche, was im Kontrast zum feinen Porzellan steht. Zudem ist Porzellan transluzent, so dass das Granualt unterschiedlich stark durch das Material schimmert, was dem ganzen Objekt und Material eine interessante Tiefe verleiht.

- Porzellan
- Eingefärbtes Porzellangranulat
- Von Hand gedreht

Ins Blaue

Keramikserie – Dry Earth

Der sehr dunkle, fast schwarze Ton mit seiner leicht groben Struktur hat einen sehr erdigen, fast verkohlten Charakter. Die rissige Oberfläche, verwendet auf Vasen und Pflanzgefäßen, lässt es so wirken als ob Blumen und Pflanzen aus trockener Erde wachsen, aus der Asche erblühen. Die Art und Weise, wie die Risse entstehen, ist nur bedingt steuerbar – der bewusst herbeigeführte Zufall gestaltet mit.

- Steinzeug
- von Hand gedreht

Produkte der Serie hier im Onlineshop erhältlich

Keramikobjekte für den Walter Knoll Messestand

Die verschiedenen handgefertigten und gedrehten Keramikvasen, -Gefäße und -Platten wurden speziell für den Walter Knoll Stand (gestaltet von Ippolito Fleitz Group) auf der Möbelmesse in Köln und dem Salone del Mobile in Mailand 2019 entworfen und produziert. Die Formen, Farben und Oberflächenstrukturen beziehen sich auf die ausgestellten Möbel und Raumsituationen. Wichtig war, dass die keramischen Objekte die gleiche Qualität haben, ohne zu dekorativ und dominant zu sein.

- Porzellan und Steinzeug
- von Hand gedreht und geformt

‚Teller an der Wand‘
Keramikserie - Elements on Fire

Die abstrakte Version von „Teller an der Wand“ sind polierte Steingutplatten, die direkt im Holzfeuer gebrannt werden. Der Kohlenstoff wird während des Holzbrandes im offenporigen Ton eingeschlossen und bildet so, je nach Brand, unterschiedliche helle und dunkle Bereiche, sowie unterschiedliche grafische Strukturen. Die Rauchspuren lassen sich nur bis zu einem gewissen Grad kontrollieren. Je weniger man versucht, sie zu kontrollieren, desto interessantere Strukturen ergeben sich. Die Triologie war Teil der Künstlerhaus-Ausstellung „Fremde“ 2018. Foto Manu HarmsSchlaf.

- von Hand geformt
- poliertes Steinzeug
- im Holzfeuer gebrannt