Studioserie 'Elements of Fire'
Poliertes Steingut, das direkt im Holzfeuer gebrannt wird. Der Kohlenstoff wird während des Holzbrandes im offenporigen Ton eingeschlossen und bildet so, je nach Brand, unterschiedliche helle und dunkle Bereiche, sowie unterschiedliche grafische Strukturen. Die Rauchspuren lassen sich nur begrenzt kontrollieren. Je weniger man versucht sie zu kontrollieren, desto interessantere Strukturen entstehen.

Eine Verbindung über die Zeit hinweg, zu den Generationen von Handwerkern davor.


Zum Brennen werden Abfälle aus der Landwirtschaft verwendet. Hier Schnitt von Weinreben. Auch die Asche wird weiterverwendet.
Handwerk
Die ursprünglichste Art, Keramik zu brennen, ist direkt im Feuer. In einigen Teilen der Welt werden noch heute Tonwaren direkt im offenen Feuer gebrannt. Wer das einmal selbst ausprobiert hat, merkt schnell, wie viel Wissen und Erfahrung es bedarf, um ein offenes Feuer und Hitze so zu steuern, dass die Keramik den Brand unbeschadet übersteht. Diese Kenntnisse wurden und werden von Generation zu Generation weitergegeben. Darin zeigt sich auch, wie sehr das eigene Schaffen auf dem Wissen unzähliger Handwerkergenerationen aufbaut.
Für mich sind vor allem die Rauchspuren des Feuers interessant. Wer verstanden hat, wann Kohlenstoff entsteht und sich im porösen Scherben einschließt, neigt dazu, es exakt steuern zu wollen. Auch hier habe ich festgestellt: Je weniger es kontrolliert wird, desto interessantere Strukturen ergeben sich. Der Zufall wird auch hier bewusst zugelassen und das Feuer zur Gestaltung eingesetzt.
Alle Objekte dieser Serie sind nur händisch herstellbar.

Es liegt eine Schönheit im Zufall, die man händisch oder maschinell nicht erzeugen kann.

